Die zum vierten Mal durchgeführte BRANDZ Studie nennt zum dritten Mal in Folge Google als wertvollste Marke der Welt.
An dieser Stelle interessiert uns natürlich vor allem das Abschneiden der Handelsmarken. Besonders die preisagressiven Händler konnten in dieser Studie profitieren. So stieg Aldis Wert um 49% und der deutsche Handelskonzern ist erstmals unter den TOP100 vertreten.
Die TOP10 der Retail Brands lauten:
Wal-Mart : 41 Mrd US$
Tesco : 23 Mrd US$
Amazon : 21 Mrd US$
Carrefour : 15 Mrd US$
Ebay : 13 Mrd US$
Target : 12 Mrd US$
Auchan : 10,5 Mrd US$
Home Depot : 9 Mrd US$
Aldi : 9 Mrd US$
Ikea : 7 Mrd US$
Die Financial Times hat einen Special Report zur Studie herausgegeben, den ich hier gerne einbette.
Dort wird die amerikanische Warteschlange auch für den Supermarkt favorisiert:
“Sie ist das Ideal der Experten. Bei ihr stellen sich Kunden nicht an mehreren einzelnen Schlangen an, sondern an einer einzigen großen - und werden dann von dort an die nächste freiwerdende Kasse verteilt.”
Dieser Einschätzung kann ich nicht ganz folgen.
Der Kassenprozess beinhaltet neben dem Scannen der Artikel und dem Kassieren (also den Tätigkeiten des Personals) auch das Ausladen des Wagens und das Einpacken (also Tätigkeiten des Kunden). Kommt ein Kunde erst spät an das Kasse, hat er bei großen Warenkörben möglicherweise zu wenig Zeit die Ware optimal vorzubereiten.
Warteschlangentheoretisch gesprochen mag die Servicezeit besser sein (was man auch bezweifeln kann), die Rüstzeit steigt aber an.
Insofern mag in der amerikanischen Warteschlange die Wartezeit fairer verteilt sein, (sofern Fairness ein wichtiges Kriterium bei der Gestaltung einer Kassenzone sein sollte), die Gesamtwartezeit aller Kunden erhöht sich aber.
ALDIs Kassentisch gilt als der schnellste im Lande. Hier sind die Kassenbänder extrem lang und es gibt kein Nachlaufband/Auslaufzone/Schütte, um das Kundenverhalten (also Auspacken und Einpacken) zu optimieren.