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spiegel.de beschäftigt sich mit Warteschlangen im allgemeinen und dem Supermarkt Kassenprozess im besonderen.
Dort wird die amerikanische Warteschlange auch für den Supermarkt favorisiert:
“Sie ist das Ideal der Experten. Bei ihr stellen sich Kunden nicht an mehreren einzelnen Schlangen an, sondern an einer einzigen großen - und werden dann von dort an die nächste freiwerdende Kasse verteilt.”
Dieser Einschätzung kann ich nicht ganz folgen.
Der Kassenprozess beinhaltet neben dem Scannen der Artikel und dem Kassieren (also den Tätigkeiten des Personals) auch das Ausladen des Wagens und das Einpacken (also Tätigkeiten des Kunden). Kommt ein Kunde erst spät an das Kasse, hat er bei großen Warenkörben möglicherweise zu wenig Zeit die Ware optimal vorzubereiten.
Warteschlangentheoretisch gesprochen mag die Servicezeit besser sein (was man auch bezweifeln kann), die Rüstzeit steigt aber an.
Insofern mag in der amerikanischen Warteschlange die Wartezeit fairer verteilt sein, (sofern Fairness ein wichtiges Kriterium bei der Gestaltung einer Kassenzone sein sollte), die Gesamtwartezeit aller Kunden erhöht sich aber.
ALDIs Kassentisch gilt als der schnellste im Lande. Hier sind die Kassenbänder extrem lang und es gibt kein Nachlaufband/Auslaufzone/Schütte, um das Kundenverhalten (also Auspacken und Einpacken) zu optimieren.
Der bremer shopblogger Björn Harste berichtet über seine Pläne nach der feststehenden Übernahme des Geschäftsbetriebes der Spar Großhandlung Nordwest durch die Edeka Minden-Hannover.
Besonders interessant sind dabei die Kommentare, die sich mit der inhaltlichen Aufladung der Marken EDEKA und SPAR beschäftigen - wer steht für den kleinen Nachbarschaftsladen ? Wie sieht es mit dem gelernten Preisniveau aus? Keiner der Kommentatoren verweist auf die aktuelle “Ich liebe Lebensmittel” Kampagne, sie forschen tiefer bis in Kindheitserinnerungen.
Das spricht dafür, daß man seine Handelsmarke nicht mal eben neu positionieren kann, sondern ganz ordentlich Durchhaltevermögen benötigt.
Vor ein paar Tagen hatte ich die Gelegenheit zu einer persönlichen Führung mit Dr. Wolfram, einem der Väter des neuen Metro-Future Stores in Tönisvorst, durch eben diesen real,- Markt. Während der erste Future Store ausgesprochen techniklastig ausgerichtet war, verfolgt die Metro in dem neuen ein sehr viel ganzheitlicheres Konzept. Technik und Ladenbau bleiben harmonisch im Hintergrund begleiten den Kunden möglichst unauffällig.
Natürlich gibt es auch eine Reihe von technischen Extravaganzen, die besonders die Kassenabwicklung betreffen. So gibt es gleich drei Versionen des Self Scannings und die Bezahlung kann wahlweise mit Fingerabdruck oder per Handy erfolgen. Das funktioniert sogar und wird sich zumindest in Teilen auch flächendeckend einführen lassen.
Als Vorreiter in Sachen RFID nimmt sich die Metro überraschend stark zurück. Die einzige Anwendung im Verkaufsraum betrifft die Warensteuerung bei vorverpacktem Fleisch. Die Kühltruhen sind mit RFID-Readern ausgestattet und erkennen bei welchen Produkten der Abverkauf gut läuft und neue Ware geschnitten und verpackt werden muss. Gleichzeitig werden die Haltbarkeitsdaten ständig überprüft und das Personal informiert, wenn Ware abläuft und aus der Truhe genommen werden muss. So können gleichzeitig Frische und Verlust durch Verderb optimiert werden.
Der Höhepunkt ist aus meiner Sicht aber die multisensorische Ansprache des Kunden.
Überall im Markt wird mit Sound Duschen gearbeitet. Das bietet sich in der CD Abteilung ohnehin an, wo man komfortabel in jede CD hinein hört. Das ganze ist nun aber abteilungsbezogen aufgezogen und mit viel technischer Raffinesse gehen die unterschiedlichen Hintergrundklangbilder störungsfrei in einander über. Man hört dynamische Musik in der Sportabteilung und punktgenau Meeresrauschen nur direkt vor der Fischtheke. Und diese Fischtheke ist ein Kleinod: das Meeresrauschen im Ohr, frischer, leicht salziger Geruch in der Nase, die appetitlich und großzügig auf Eis dargebotenen Fische in der Bedientheke, davor ein projizierter Teppich mit Fischen, die interaktiv reagieren auf die Kinder, die fröhlich über den Teppich springen – diese Verkaufsförderung versetzt mich in die Stimmung zu kaufen.
Das Trockensortiment ist allerdings nicht ganz so spektakulär, sondern eher … eben trocken. Ganz deutlich wird auch wieder am Future Store, dass der Handel auf Frische als Differenzierungsmerkmal setzt. Hier konzentriert er sich und hier setzt er Impulse. Wenn der Markenartikler mit seinen Packaging Goods nicht im multisensorischen Gesamtbild des Marktes untergehen will, so muss er die Verantwortung übernehmen für die Präsentation am POS – und welches Mittel wäre da präsenter als die Verpackung?
Im Onlinemarkt hat die Handelsmarke eine besondere Bedeutung.
Beim stationären Einkauf ist die Erreichbarkeit und Nähe der Geschäfte ein außerordentlich wichtiges Kritierium für die Einkaufsstättenwahl und kann auch die Bedeutung der Handelsmarke überstrahlen. Online sind aber alle Geschäfte gleich nah oder fern - hier zählt welche Domain der Käufer eingibt und es gilt Domain = Handelsmarke.
Die aktuelle Untersuchung der BBDO Consulting zur Markenstärke von Versandhandelsunternehmen fokussiert sich also auf einen Faktor mit enormer Bedeutung für für den Online-Handel. Markenstärke versteht sich bei der BBDO als Markenpräsenz (Bekanntheit und Klarheit) und Markennutzen (Emotion und Funktion).
Amazon liegt bezogen auf Markenstärke mit 8,07 Punkten klar vor Tchibo (7,45) und Quelle (7,34). Dieses Trio führt auch regelmäßig die Listen der umsatzstärksten Online-Versender an. Jetzt wissen wir warum.
Weitere Informationen in der BBDO Pressemeldung zur Studie.
Der Spiegel vermeldet heute, daß der Rohölpreis seit April 2008 erstmals wieder unter 100 US$ pro Barrel gehandelt wird. Das ist eine erfreuliche Meldung für den Lebensmitteleinzelhandel insb. die Betreiber von Großflächen.
Die SB-Warenhäuser kämpfen ohnehin gegen die demographische Struktur, die Familieneinkauf am Samstag seltener macht. Die hohen Benzinpreise wirkten nun nicht nur auf die eigenen Transportkosten der Händler, sondern auch auf die Bereitschaft der Kunden lange Wege zum Einkauf zurückzulegen.
Globus Chef Thomas Bruch nimmt in der Lebenmittelzeitung Stellung zur Bedeutung der Energiekosten und die Antworten von Globus, z.B. Benzingutscheine für Kunden.
Grundsätzlich mag es sich bei dem heutigen Rückgang der Preise aber nur um eine vorübergehende Beruhigung handeln, langfristig müssen Konsumenten, Handel und Konsumgüterindustrie sich auf weitere Kostensteigerungen einstellen.
Neben dem Thema Konsumenten in einer alternden Gesellschaft sind natürlich nach wie vor Kinder eine ganz spezielle Zielgruppe.
Seit 15 Jahren widmet sich der Ehapa-Verlag in der KidsVerbraucherAnalyse den Lesern seiner Mickey-Mouse-Magazinen, um Anzeigenkunden Daten über die Leserschaft und Argumente für eine Anzeigenschaltung zu liefern.
Lt dieser Studie haben die 6-13 ein jährliches Budget von 2,6 Mrd Eur und weitere 3,8 Mrd Eur liegen auf den Konten. Über dieses Volumen verfügen die Kinder zunehmend frei.
Marken spielen eine insbesondere bei Sportschuhen, Taschen und Bekleidung eine herausragende Bedeutung.
Gerade weil die Namen Kaufhof, Karstadt, Hertie, Wehmeyer, Sinn-Leffers seit Jahrzehnten zum Stamm der deutschen Einzelhandelslandschaft zählten und die Kunden mit diesen Handelsmarken Erinnerungen und Emotionen verbinden, sind die aktuellen Schwierigkeiten und Insolvenzen insbesondere bei den ehemaligen Karstadt - Töchtern von hohem Interesse auch und gerade in den breiten Publikumsmedien.
Die Interviews zu diesem Thema häufen sich gerade, ich denke Rolf Wenkel von der Deutsche Welle hat meine Analysen gut zusammengefasst.
Die allgemeine Erkenntnis, dass die Bevölkerung in Deutschland schrumpft, ist insofern fehlleitend, als dass regional die Bevölkerungsentwicklung erheblich von einander abweicht. Insbesondere die Landflucht führt in manchen Kreisen zu einer erheblich über dem Durchschnitt liegen Bevölkerungsschrumpfung, während Boomregionen um und in den Großstädten massive Zuwächse und steigende Bevölkerungsdichten aufweisen. Hier entstehen zwei sehr unterschiedliche Umfelder für die Distribution in die Geschäfte hinein.
Obgleich die Anforderungen der beiden Lagen unterschiedlicher kaum sein könnten, verbindet sie dennoch ein gemeinsamer Lösungsansatz.
In einer aktuellen Befragung des EHI von 50 Vorständen aus Handel und Industrie denken diese laut darüber nach, das Silodenken in der Distribution zu lockern. Wenn viele Produkte aus europäisch zentral produzierenden Fabriken stammen und wiederum in großer Nachbarschaft zueinander verkauft werden, so scheint es volkswirtschaftlich gesehen, ineffizient ein für jede Vertriebsschiene parallel verlaufende unabhängige Distributionsnetze zu betrieben. Durch den Austausch logistischer Steuerungsdaten – auch horizontal - und vielleicht sogar den gemeinsamen Betrieb einzelner Stationen innerhalb der Logistikkette könnten organisatorische Potenziale gehoben werden, die die Nachteile der Bevölkerungsentwicklung und Energieknappheit kompensieren.
Aber jenseits der logistischen Anforderungen möchte ich den Gedanken noch ein Schritt weitertreiben. Werden wir in solch prägnant unterschiedlichen Stadt und Landumgebungen nicht auch sehr unterschiedliche Verbraucher finden. Auf dem Land eher eine alternde Bevölkerung, in der Stadt eine junge, häufig mit Migrationshintergrund? Was bedeutet dies für die Verpackung? Kann dasselbe Produkt für die unterschiedlichen Logistikkonzepte und Zielgruppen vielleicht ganz andere Ausprägungen der Verpackung verlangen? Einmal eine auf Vorratshaltung und Sicherheit, einmal eine auf Reiz und Sofortbefriedigung optimierte Packungsgröße und Anmutung? Aber ist das überhaupt unter einer Marke zu lösen oder werden wir eher eine Anpassung der Sortimente finden, ein Landsortiment, ein Stadtsortiment und Marken, die entweder hier oder dort funktionieren?
Laut aktueller Zahlen des EHI sind bis Anfang 2009 weitere 15 Shopping Center in Planung, die eine Gesamtfläche von voraussichtlich etwa 13,1 Millionen Quadratmetern einnehmen werden. Die durchschnittliche Fläche eines Centers beträgt rund 31.600 qm. Im Gegensatz zu den Dimensionen von Shopping Centern vor zehn Jahren ist deutlich ein Trend zu kleineren Flächen erkennbar. Das ist bedingt durch die Veränderung in den bevorzugten Innenstadt- und Stadtteillagen. Der klare Trend zur zentralen Lage hält somit an. In der Innenstadt wird sich der Wettbewerb zwischen traditioneller Einkaufsmeile und professionell geführtem Shopping Center also weiter verschärfen. In wie weit der selbständige Einzelhandel davon profitiert oder aber leidet, hängt in hohem Maße von der Integration der Center ab. Betrachtet man die Standortlagen aller in Deutschland existierenden Shopping Center sieht die Verteilung wie folgt aus: Innenstadt: 42,3 Prozent, Stadtteil: 38,9 Prozent und grüne Wiese: 18,8 Prozent.
Diese Woche ist die neue Kampagne von real,- gestartet.
Unter dem Motto Einmal hin. Alles drin. zeigt man freundliche Gesichter, eine prall gefüllte Tüte, einige innovative Werbeideen und setzt auf den USP der Betriebsform SB-Warenhauses, nämlich das gewaltige Sortiment.
Da sich real,- mit dem wenig gelungenen Claim “Besorg’s Dir doch einfach.” nun wirklich keinen Gefallen getan hatte und nicht nur markentechnisch gegenüber REWE und Edeka deutlich an Boden verloren hat, setzt man nun große Hoffnungen auf die neue Initiative.
Die gute Nachricht ist, daß das aktuelle Konzept besser ist als das alte (welch Wunder) und die Penetration der One-Stop-Shopping Idee gerade im TV durch das Kaufen ganzer Werbeblöcke sehr gut funktioniert.
Leider steht die ganze Betriebsform SB-Warenhaus vor grossen Herausforderungen aufgrund der veränderten demografischen Situation, insb. der Haushaltgrößen, und der gestiegenen Energiekosten, die den Ausflug an den Standtrand nicht günstiger machen.
Insofern ist die Situation von real,- doppelt schwer. Man kämpft gegen die strukturelle Schwäche der Betriebsform und die Fehler der Vergangenheit.
Die aktuelle Entwicklung zeigt aber, daß Manfred Mandel und seine Mannen sich besonnen haben und gibt real,- eine solide Chance - sofern im Metro Konzern nicht längst andere Überlegungen reifen und man nicht längst einen Käufer sucht.