Die Agentur BBDO veröffentlicht eine Aktualisierung der Brand-Parity-Studie. Sie kommt zum Ergebnis: Die Austauschbarkeit von Marken habe branchenübergreifend in den letzten 5 Jahren zugenommen. Statt auf differenzierende Markenführung werde auf Klischees und Preiskampf gesetzt. Die höchste Austauschbarkeit hat lt. Studie Benzin mit einem Wert von 94%, aber auch Handelketten schneiden schlecht ab mit immerhin 71% Prozent der Befragten, die die Marken für austauschbar halten. 2004 waren dies noch 67%. Dies ist m.E. ein bemerkenswerten Anstieg von immerhin 4 Prozentpunkten trotz der massiven Investitionen in die Handelswerbung.
Ich halte diese Studie insofern für augenöffnend, da deutlich der Unterschied zwischen Namen und Marke zum Ausdruck kommt. Es ist ein Aufruf zu mehr echter Unterscheidbarkeit anstelle von flüchtigen Marketinggags und aufgesetzter Emotionalität.
Der nächste Schritt scheint nun die Ablösung oder die Ergänzung der Debitkarte als Datenträger zu sein. Neben dem Fingerabdruck und dem maschinenlesbaren, beschreibbaren Personalausweis und diversen NFC-Ansätzen spielt das Handy zunehmend eine zentrale Rolle in den Überlegungen der Einzelhändler.
Laut GfK kann die Wirtschaftskrise dem deutschen Bundesbürger seine Kauflaune nicht entscheidend trüben. Der Gesamtindikator prognostiziere für Februar 2009 einen Wert von 2,2 Punkten nach ebenfalls 2,2 Zählern im Januar. Entscheidende Unterstützung erhalte das Konsumklima derzeit von der Anschaffungsneigung. Die Konsumforscher schreiben:
Das Konsumklima setzt seine stabile Entwicklung, wenn auch auf niedrigem Niveau, fort. Trotz Finanz- und Konjunkturkrise kann die Anschaffungsneigung im Januar überraschend deutlich zulegen. Die Einkommens- und Konjunkturerwartung müssen dagegen Einbußen hinnehmen.
Die positive Konsumhaltung wird unter anderem den fallenden Rohstoffpreisen zugesprochen.
Ein ganz interessanter Beitrag auf msnbc Nightly News aus den USA zur Reaktion auf die dort allgegenwärtige Wirtschaftskrise.
Offenbar haben einige Markenartikler in den USA den Inhalt bzw. das Nettogewicht Ihrer Produkte reduziert, um so die gestiegenen Rohstoffpreise zu kompensieren. Preiserhöhungen schienen im aktuellen Konsumklima unangebracht.
Die WELT ONLINE hat eine ganz originelle Befragung veröffentlicht.
Experten aus den großen Unternehmensberatungen wie BCG, Ernst & Young, Oliver Wyman oder Accenture wurden zu den Aussichten im Einzelhandel befragt.
Sie teilen die Ansicht, daß der Preiswettbewerb unvermindert hart sein wird, die Mitte leiden und Billiganbieter und Handelsmarken profitieren. Insbesondere für Non-Food Hänlder mit Textil- oder UE-Sortiment dürfte sich die schwierige Lage zuspitzen, denn dies seien im Gegensatz zum LEH keine krisensicheren Branchen.Â