Einträge von Juni 2009 ↓

Ritter KUNO und der Betrug

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (kurz : PKS) wurde heute veröffentlicht. Die gesamte Pressemeldung findet sich hier, für uns KUNO-Fans relevant natürlich nur folgende Passage: 

Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble und der Vorsitzende der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder, Bremens Innensenator Ulrich Mäurer, haben heute in Berlin die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2008 vorgestellt.

(…)

Auch der Betrug mittels rechtswidrig erlangter Debitkarten ist im Berichtsjahr 2008 erneut deutlich um 24,6 % auf 21.820 registrierte Fälle zurückgegangen. Ursächlich für diese Abnahme könnten - analog zu den Vorjahren - die vermehrte Kontrolltätigkeit des Handels und die Einrichtung einer zentralen Sperrdatei für das elektronische Lastschriftverfahren beim EuroHandelsinstitut sowie die Umstellung auf das sicherere PIN-Verfahren sein.

 Ritter KUNO, Jungfrau Olivia und die Männer vom EHIIn diesem Jahr hat das EHI viel beim Thema Markenbildung für KUNO getan. Ritter KUNO und Jungfrau Olivia feierten ihren Einstand auf der gut besuchten Zahlungssysteme Konferenz im Mai. Zusätzlich wurden 1.000 Ritter KUNO - Schokoladentafeln unter die Besucher gebracht. Da macht es fast gar nicht, dass das Innenministerium immer noch EuroHandelsinstitut statt EHI Retail Institute schreibt.

Ist amazon wirklich die stärkste Handelsmarke?

Dieser Tage veröffentlicht BBDO ihre Studie zur Stärke deutscher Handelsmarken und erklärt die Methodik und Ergebnisse wie folgt:

Die Studie analysiert die Stärke deutscher Retail Brands und geht dabei über die übliche Betrachtung von Einzelaspekten wie Preis, Sortiment, Einkaufsatmosphäre oder Kundenzufriedenheit hinaus. Das zugrunde liegende mehrstufige Modell ermittelt die Markenstärke aus der Kundenperspektive, die aus den beiden Komponenten Markenpräsenz und Markennutzen resultiert. Die Markenpräsenz setzt sich aus der Bekanntheit und der Klarheit des Bildes, das die Konsumenten von der Retail Brand haben, zusammen. Der Markennutzen hingegen basiert auf einer emotionalen sowie einer funktionalen Komponente. Die Berechnung des Markennutzens berücksichtigt damit sowohl die dem Unternehmen entgegengebrachte Sympathie und das Vertrauen als auch die Einzigartigkeit und die Orientierung des Händlers an den Kundenbedürfnissen. Darüber hinaus bietet die Studie eine erste generelle Einordnung der Stärke einer Retail Brand im Vergleich zum unmittelbaren Wettbewerb innerhalb der eigenen Branche, aber auch zu den weiteren Key-Playern anderer Handelsbranchen.

Bemerkenswert ist natürlich zunächst einmal, daß Karstadt es unter die TOP20 schafft. Ein klarer Hinweis darauf, dass bei der aktuellen Diskussion um die Insolvenz der Warenhauskette die Qualität des Markennamens für ein - wie auch immer gestaltetes - Weiterleben spricht.

Grafik zu Handelsmarken w009

Noch bemerkenswerter ist jedoch, daß deutschlandweit amazon nun stärker als Discountklassiker Aldi sein soll. Hier wage ich die Datenbasis zu hintergfragen. Obwohl ich Online-Befragungen grundsätzlich positiv sehe, besteht doch ein erhebllicher Bias in den Antworten in Bezug auf die mangelnde Repräsentativität der Onlineaffinität der Teilnehmer. Ein Vergleich Stationär - Versand (insb. Online) erscheint gewagt.

Dennoch ist der Kernaussage “Zur Erzielung und Sicherung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile gilt es, Markenklarheit zu erzeugen, die durch rationale und emotionale Markenerlebnisse eingelöst wird” nicht zu widersprechen.