World Retail Congress in Barcelona

Am Anfang des Monats hatte ich die Gelegenheit, den World Retail Congress in Barcelona zu besuchen.

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Das Kongress Center, in dem die Veranstaltung statt fand
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Das Shopping Center gegenüber vom Hilton, ist eines der neuesten in Barcelona
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Mein Hotel- in direkter Nachbarschaft zu einem alten Leuchtturm und in fussläufiger Entfernung zur Veranstaltung

(Diese Google-Map ist ein kleiner Test zur Einbindung von Karten und Kommentaren in diesen Blog. Demnächst nutze ich dieses Feature dann auch mit gehaltvollerem Content)

Knapp 1.200 Teilnehmer aus der ganzen Welt nahmen an dieser Veranstaltung teil, deren stärkste Momente sicherlich die hochkarätig besetzten Panel-Diskussionen waren.

Bereits am ersten Tag beschwörte der Chef Volkswirt der Financial Times Martin Wolf, eine Stimmung, die den Handel und die Konsumgüterindustrie vor grossen Herausforderungen sieht. José Luis Duran, CEO von Carrefour, und Anders Dahlvig, President und CEO von IKEA, stimmten mit ihm überein und beschrieben Inflationssorgen, Finanzkrise, Steigende Lebensmittelpreise aufgrund von Rohstoffknappheit und allgemein steigende Kosten als strukturelle Bremsen des Wachstum.  Was wiederum der chinesische Teilnehmer Pei Liang, China Chainstore and Franchise Association, mit der trockenen Bemerkung kommentierte: You all sound a bit depressing.  

Vielmehr brachten sich die Teilnehmer der Emerging Markets, insbesondere die BRICs, als Wachstumsmotor ins Spiel, die ein krisengeschütteltes USA und West-Europa beerbten. Diese Fahne hielten in einer weitren Panel Diskussion insbesondere William Fung und Rajan Bharti Mittal aus Indien hoch. Letzterer  startet derzeit ein Joint-Venture mit Wal-Mart und geht von einem Umsatz von 10 Mrd US$ in 10 Jahren aus.

Dieser Wachstumseuphorie standen die Hinweise der gestandenen Händler von IKEA, Carrefour oder auch Gordon Cambell von Spar International entgegen, die auf erhebliche Risiken gerade in Infrastruktur, Ownership, Land- und Mietpreisen sowie regionale Unterschiede in Konsumverhalten und Kultur hinwiesen.

Dieser Zusammenprall von Anything Goes Mentalität und westlicher Krisenstimmung machte einen grossen Reiz der Veranstaltung aus und spricht für viele abenteuerliche Jahre, die im Retail vor uns liegen. 


[Nachtrag: Zum Scheitern im Ausland passt auch dieser aktuelle Artikel der WELT zu Lidl in Polen]

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