Der NDR hat dementsprechend 1 und 1 zusammengezählt und einen Beitrag zur Verpackung für Senioren produziert, in dem ich einige wichtige Erkenntnisse zusammenfassen darf.
[Update 07. Mai 2008 : Der Inhalt des Radiobeitrags vom NDR findet sich auch in in weiten Teilen sinngemäß auch in einigen Zeitungen wieder]
Mein Hotel- in direkter Nachbarschaft zu einem alten Leuchtturm und in fussläufiger Entfernung zur Veranstaltung
(Diese Google-Map ist ein kleiner Test zur Einbindung von Karten und Kommentaren in diesen Blog. Demnächst nutze ich dieses Feature dann auch mit gehaltvollerem Content)
Knapp 1.200 Teilnehmer aus der ganzen Welt nahmen an dieser Veranstaltung teil, deren stärkste Momente sicherlich die hochkarätig besetzten Panel-Diskussionen waren.
Bereits am ersten Tag beschwörte der Chef Volkswirt der Financial Times Martin Wolf, eine Stimmung, die den Handel und die Konsumgüterindustrie vor grossen Herausforderungen sieht. José Luis Duran, CEO von Carrefour, und Anders Dahlvig, President und CEO von IKEA, stimmten mit ihm überein und beschrieben Inflationssorgen, Finanzkrise, Steigende Lebensmittelpreise aufgrund von Rohstoffknappheit und allgemein steigende Kosten als strukturelle Bremsen des Wachstum. Was wiederum der chinesische Teilnehmer Pei Liang, China Chainstore and Franchise Association, mit der trockenen Bemerkung kommentierte: You all sound a bit depressing.
Vielmehr brachten sich die Teilnehmer der Emerging Markets, insbesondere die BRICs, als Wachstumsmotor ins Spiel, die ein krisengeschütteltes USA und West-Europa beerbten. Diese Fahne hielten in einer weitren Panel Diskussion insbesondere William Fung und Rajan Bharti Mittal aus Indien hoch. Letzterer startet derzeit ein Joint-Venture mit Wal-Mart und geht von einem Umsatz von 10 Mrd US$ in 10 Jahren aus.
Dieser Wachstumseuphorie standen die Hinweise der gestandenen Händler von IKEA, Carrefour oder auch Gordon Cambell von Spar International entgegen, die auf erhebliche Risiken gerade in Infrastruktur, Ownership, Land- und Mietpreisen sowie regionale Unterschiede in Konsumverhalten und Kultur hinwiesen.
Dieser Zusammenprall von Anything Goes Mentalität und westlicher Krisenstimmung machte einen grossen Reiz der Veranstaltung aus und spricht für viele abenteuerliche Jahre, die im Retail vor uns liegen.
[Nachtrag: Zum Scheitern im Ausland passt auch dieser aktuelle Artikel der WELT zu Lidl in Polen]
Unter msn findet sich hier und teilweise auch hier eine ganz informative Übersicht, wer eigentlich die heutigen Luxusmarken wie Escada, Hugo Boss, Tommy Hilfinger, Jil Sander und viele weitere besitzt.
Es ist auffällig wie sehr Private Equity eine Rolle spielt, zumindest wenn nicht der LVMH Konzern oder die Richemont-Gruppe im Spiel sind.
Hermès bildet da die seltene Ausnahme ganz ohne Börsennotierung oder Private-Equity.
Am vergangenen Dienstag haben EHI und GS1 ihren Jahreskongress Logistik in Köln durchgeführt. Eine breites Feld von Anwendungsbeispielen wurden von Praktikern aus dem Handel vorgestellt. So ging es von typischen Themen wie RFID und Prozeßoptimierung bis hin zu Segelschiffen für die Containerschifffahrt.
Naheliegend ist die Frage der Besucher, welche der vielen neuen Ideen, Technologien und Geschäftsmodelle tatsächlich für den einzelnen so sinnvoll sind, daß er daraus selber ein zeit- und geldkostendes Projekt machen soll.
Mit der folgenden Präsentation habe ich die Leistungen des EHI vorgestellt, die helfen, sich innerhalb der vielfältigen Lösungen zu orientieren. Dabei ging es vor allem um unser Benchmarking-Projekt, welches zentrale Größen zu Steuerung von Großhandelslägern liefert.