Self Scanning - eine enge Rechnung für den Handel

Der Kölner Stadtanzeiger berichtet in der heutigen Ausgabe über meine Forschungsergebnisse zu Self Scanning und Self Payment an der Kasse. Die Einführung dieser Selbstbedienungskonzepte im Einzelhandel bei real,- oder HIT sowie einigen Textileinzelhändlern erweisen sich nicht als Selbstläufer.

Über das Kassentisch-Layout des Discounters mit fehlendem Nachlaufband steht im Artikel:

Das führe „zu einer Stresssituation beim Verbraucher“, sagt Atzberger - und lässt ihn noch schneller einpacken. Das frustriere den Kunden aber nicht - er gehe schließlich mit einer anderen Erwartungshaltung zum Discounter als etwa in den Supermarkt.

Ich denke hier gibt die Autorin einen wichtigen Gedankengang wieder. Die Erwartungshaltung bestimmt in hohem Maß die Kundenzufriedenheit. Der Wettbewerb zwischen Vollsortimenter und Discounter ist daher nicht immer objektiv zu bewerten, sondern spielt sich auch in einer höchst subjektiven und emotionalen Dimension ab.

3 Kommentare ↓

#1 Marc Wunderlich am 18.02.08 um 16:54

Wenn man den Link zum Artikel des Kölner Stadtanzeigers folgt, liest man dort unter anderem, dass Sie auch die Zeit fürs Scannen und Bezahlen untersucht haben.
Leider habe ich in dem Artikel nicht ganz verstanden, worauf sich die angegebenen Zeiten beziehen: Discounter, gesamter Lebensmitteleinzelhandel, gesamter Einzelhandel?
Über eine Antwort wäre ich dankbar.

Gruß,

Marc Wunderlich

#2 admin am 18.02.08 um 22:24

Hallo Herr Wunderlich,

die Untersuchung wurde in Supermärkten und Verbrauchermärkten im Lebensmitteleinzelhandel durchgeführt.

Marco Atzberger

#3 Warteschlangen und Kassenprozesse im Supermarkt — handelsmarke.org am 28.10.08 um 18:08

[…] ALDIs Kassentisch gilt als der schnellste im Lande. Hier sind die Kassenbänder extrem lang und es gibt kein Nachlaufband/Auslaufzone/Schütte, um das Kundenverhalten (also Auspacken und Einpacken) zu optimieren. […]

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